Am Horizont brĂŒllt das Meer
das nachtschwarze Meer,
das an Land will und nicht darf
Stumm stehen
dazwischen
die Sterne ganz klein und weiĂ
am Himmel
Schauen zu
All die Zeit
Schauen zu,
wie das Meer ums Land bettelt
bittet, fleht, tobt, brĂŒllt
und â danach leckt
Die weiĂen ZĂ€hne bleckt und doch nicht darf
nicht soll, nicht kann
Denn sie haben einen Deich gebaut
Eine Mauer aus Gras und Hoffnung und Wut
Wut auf das Meer
das Meer, das nimmt
immerzu nimmt
und nimmt
StĂŒck fĂŒr StĂŒck frisst es das Land
Bleckt die ZĂ€hne
das nachtschwarze Meer am Horizont,
das jault,
weil sie diese Wand aus Gras und Hoffnung gebaut hatten
So direkt vor ihm
vor seinen Augen
vor seinem Hunger
dem unendlichen Hunger
Dem Hunger, mit dem es die ZÀhne ins Land schlÀgt
jetzt im Winter,
wenn oben die weiĂen Lichter stehen
Stumm und zuschauen
einfach nur zuschauen